Bier ist nicht gleich Bier

Die Bier-Akademie Schweiz zeigt erstmals die Vielfalt der Ostschweizer Brauereikunst. In der Nacht des Biers morgen Freitag präsentieren die hiesigen Brauer ihre Spezialitäten, die mehr Edeltropfen als Bier sind.

Ordinäres Bier war gestern. Heute trinkt der wahre Kenner Gebrautes wie einen Wein oder «fast wie ein Dessert». Guido Albrecht weiss, wovon er spricht. Er ist Leiter der Bier-Akademie Schweiz in St. Gallen. An der Nacht des Bieres bietet er Ostschweizer Brauereien eine Plattform, ihre Spezialitäten zu präsentieren.

Mit Korken wie Champagner

Etwa zehn Kleinbrauereien aus der Region sowie die Unternehmen Schützengarten und Locher bieten ihre Besonderheiten zur Degustation an. «Auch die beiden grossen Brauereien werden nur Spezialitäten präsentieren. Bekanntes Lagerbier und Weizen sind für einmal nicht erwünscht», sagt Albrecht.

Der Trend gehe zu exklusiven Bieren. Abgefüllt in grossen Flaschen mit Korken kommen diese mittlerweile wie Champagner daher und werden auch wie derselbe getrunken, sagt Albrecht. «In Belgien gibt es schon seit 200 Jahren Bier mit Korken. Belgier trinken zu zweit eine Flasche zum Essen, wie einen Wein.»

Biere mit 13 Prozent Alkohol

Im Kommen sind gemäss Albrecht auch die Barley-Wine-Biere. Diese starke Ale-Sorte hat einen Alkoholgehalt zwischen 7 und 13 Prozent. «Barley-Wine-Biere erinnern an Sherry oder Cognac.» Die Sauerbiere, so der Fachmann, erleben ebenfalls ein Revival. «Eine Anlehnung an das Urbier, das säuerlich war, weil man früher die Hefe nicht trennen konnte.» Die Favoriten von Guido Albrecht sind momentan allerdings die Biere der Gossauer Brauerei «HuM», was so viel heisst wie Hopfen und Malz. «Zwei junge Männer machen da ein sensationelles Bier», sagt Albrecht.

Nacht des Bieres Freitag 28. März 2014, ab 18 Uhr
Langgasse 11, St. Gallen, Eintritt: 35 Franken.

Quelle: ELISABETH REISP, Tagblatt.ch

28. März 2014: NACHT DES SCHWEIZER BIERES

BIER AKADEMIE SCHWEIZ zeigt erstmals die Vielfalt der Schweizer Biere.

Über 10 Brauereien präsentieren nicht die bekannten Markenbiere sondern ihre Spezialitäten. Überraschende Kreationen, vergessene Traditionen, ein Genuss mit allen Sinnen. Wie früher bei einer «Hausmesse» kann jeder Besucher die präsentierten Biere probieren und von den anwesenden Braumeistern weitere Informationen erhalten.

Download Flyer